Manchmal braucht es nur einen Perspektivwechsel, um die Welt neu zu sehen.
Inklusion ist an der Deutschen Schule Shanghai gelebter Bestandteil des Schulalltags. Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen werden individuell begleitet und entsprechend ihrer persönlichen Voraussetzungen gefördert. Gleichzeitig möchten wir das Bewusstsein für Vielfalt und Teilhabe über die Schule hinaus stärken. Denn Inklusion beginnt dort, wo Menschen einander begegnen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und bereit sind, die Welt einmal mit anderen Augen zu betrachten.
Eine solche Begegnung fand am vergangenen Wochenende beim Blind Ping Pong Showdown statt. Bereits seit 2021 verbindet die DSS eine enge Zusammenarbeit mit dem Hangzhou Para Blind Sports Club (Para Blind). Zwei unserer Lehrkräfte haben dort unter anderem eine Ausbildung zu Showdown-Schiedsrichtern absolviert. Heute können auch Schülerinnen und Schüler der DSS im AG- und Atelierbereich eine entsprechende Schiedsrichterausbildung machen.
Beim Showdown erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, selbst zu erleben, wie es ist, sich ohne den Sehsinn zu orientieren. Die speziell für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelte Sportart erfordert Konzentration, genaues Zuhören, Vertrauen und räumliche Orientierung. Im gemeinsamen Spiel wurde so aus einer sportlichen Begegnung eine ganz besondere Erfahrung, die neue Perspektiven eröffnete.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Rotary Club of Shanghai unter der Leitung des diesjährigen Präsidenten Markus Wiegand, der selbst eng mit der DSS verbunden ist: Auch seine Kinder besuchten viele Jahre die Deutsche Schule Shanghai. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Mustard Tek, einer Organisation, die sich für Inklusion, barrierefreies Design und die Zusammenarbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen einsetzt.
Unser besonderer Dank gilt den 15 blinden Athletinnen und Athleten von Para Blind, die uns nicht nur ihre Sportart nähergebracht, sondern vor allem wertvolle Einblicke und neue Perspektiven ermöglicht haben.
Denn Inklusion beginnt mit Verständnis. Und Verständnis entsteht, wenn Menschen einander begegnen, Perspektiven teilen und die Welt einmal mit anderen Augen sehen.